Lutherdekade - Rittergutsschloss Taucha • Rittergutsmuseum

Förderverein Schloss Taucha e. V.
Unsere Veranstaltungen sind teilweise ausgesetzt. Unser Rittergutsmuseum ist geöffnet. An jedem 4. Sonntag im Monat freuen wir uns von 14 bis 16 Uhr auf Ihren Besuch! Aktuelle Infos hier!
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Der Schlossverein im Zeichen von „Luther 2017“ | Die Lutherdekade 2008 - 2016


„1508 kommt der Mönch Martin Luther nach Wittenberg. 1517 veröffentlicht er seine berühmten 95 Thesen. Die Reformation beginnt. In der Lutherdekade 2008 - 2017 wird das weite Themenspektrum der Reformation in Themenjahren aufgenommen und entfaltet. So (…) nimmt die Lutherdekade Impulse der Reformation auf, die bis in unsere heutige Zeit reichen.“
Auszug aus dem Themenheft der Lutherdekade

Die Lutherdekade lud von 2008 bis einschließlich 2016 mit vielfältigen Veranstaltungen und Reiseangeboten zur Spurensuche an Originalschauplätzen der Reformation ein. Landesweit widmeten sich Ausstellungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen den verschiedenen Aspekten der Reformation. Historische Stadtfeste, Sommertheater und Festivals hingegen zeigten, dass die Lutherdekade ein Grund zum Feiern ist. Auszug aus luther2017.de

Der Förderverein Schloss Taucha e. V. war seit Juni 2014 Kooperationspartner der Staatlichen Geschäftsstelle „Luther 2017“ und der Lutherdekade. Äußeres Zeichen dafür war das offizielle Logo „Am Anfang war das Wort - Luther 2017“. Inneres Zeichen war die historische Ausrichtung unserer Veranstaltungen und Ausstellungen im Kontext zu Luther. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der ev. Kirchgemeinde Taucha präsentieren wir an zwei Ausstellungsorten - der Schlossgalerie und der St. Moritz-Kirche - den Weißenfelser Maler Reinhard Bergmann mit einem über 250 Werke umfassenden Gemäldezyklus über Stätten der Reformation und Wirkungsstätten Martin Luthers. In einer besonderen Freiluftausstellung entlang der Schlossstraße wurde symbolisch der Lutherweg dargestellt und auf die Verbindung Kirche und Schloss aufmerksam gemacht.

Seit 2014 dürfen wir das „Luther-L“ am Tor führen.

Gründe für die Partnerschaft mit der Lutherdekade ist die historische Verbundenheit mit der Familie Luthers. Auf dem Schlossberg mit seiner Kulturscheune und dem Rittergutsmuseum residierte einst das Geschlecht derer von Haugwitz, das im Jahre 1542 die jetzige Anlage errichtete. Verschiedene Quellen geben an, dass die Mutter seiner Ehefrau Katharina von Bora eine geborene von Haugwitz ist. Vereinschef Jürgen Ullrich verwies bei einer seiner Führungen als historischer Nachtwächter in der Tauchaer St. Moritz-Kirche auf die Fenstermalerei. Diese zeigt unter anderem Luther mit einer verkehrt herum gehaltenen Bibel und auch seine spätere Ehefrau Katharina von Bora, deren Großeltern vermutlich in Taucha gelebt haben.

Aus Wikipedia: (In einem) Beleg des Sächsischen Staatsarchivs Leipzig (1) gibt es die Darstellung, dass sie (Katharina von Bora) in Hirschfeld bei Nossen geboren worden sei und dass ihre Eltern ein Hans von Bora zu Hirschfeld und eine Anna geborene von Haugwitz gewesen seien (2).

(1) Sächsisches Staatsarchiv zu Leipzig, Deutsche Zentralstelle für Genealogie: Beleg des Sächsischen Staatsarchivs zum Geburtsort von Katharina von Bora. 28. April 1998, abgerufen am 16. Juni 2018
(2) Als Begründer dieser Ansicht gilt Georg von Hirschfeld: Die Beziehungen Luthers und seiner Gemahlin, Katharina von Bora, zur Familie von Hirschfeld. In: Beiträge zur sächsischen Kirchengeschichte, 1883, S. 83 ff.; außerdem Wolfgang Liebehenschel: Der langsame Aufgang des Morgensterns von Wittenberg. Oschersleben 1999, S. 79; übernommen von Brockhaus Enzyklopädie, 21. Auflage (2005); Peter Anderson: Lutherweg macht um Nossen einen Bogen. In: Döbelner Anzeiger, 28. April 2012.
31.05.2014 | LVZ
Einweihung des „Luther-L“
06.05. Kunstausstellung „Luther in Italien“ | Reinhard Bergmann - Weißenfels
21.05. Lesung SUSAN HASTINGS „Wahre Geschichten um Luthers emsiges Weib“
10.09. „Tag des offenen Denkmals“ | Motto: „Macht und Pracht“
23.09. „Ein neues Lied, wir heben an“ | Ein Abend mit Liedern und Sprüchen zu Luther
02.10. „Bei Luther‘s” (Geschlossene Veranstaltung)
Lesendes Gespräch um Susan Hastings „Wahre Geschichten um Luthers emsiges Weib“
21.05.2017 | 15:00 Uhr | Kulturscheune
Susan Hastings „Wahre Geschichten um Luthers emsiges Weib“

als Gast: Landrat a. D. Michael Czupalla
Moderation: Prof. Dieter Nadolski
Rahmenprogramm: Julia Lehne, Harfe(n)

VORWORT
Wäre sie nicht die Frau des großen Kirchenreformators Martin Luther geworden, die Weltgeschichte hätte wohl keine Notiz von ihr genommen. Doch auf den zweiten Blick eröffnet sich dem aufmerksamen Betrachter das Bild einer ungewöhnlichen Frau - ungewöhnlich im Sinne der Frau des beginnenden 16. Jahrhunderts.

Katharina von Bora wurde in eine unruhige Zeit hineingeboren. Das ihr zugedachte Schicksal nahm sie nicht mit Demut und Gehorsam hin, sondern in die eigene Hand. Und das zeichnete die tatkräftige Frau Zeit ihres Lebens aus.

Nicht nur Luther selbst tat sich schwer mit der umtriebigen Frau. Misstrauisch beobachtet, angefeindet oder ignoriert von ihrer Umgebung, selbst von Luthers Freunden und Weggefährten, musste sie sich ein Leben lang gegen alle möglichen Widrigkeiten durchsetzen. Es ist wohl nicht verwegen zu behaupten, dass Martin Luther niemals so einen großen, offenen und gastfreundlichen Haushalt hätte führen können ohne die Tatkraft, das unternehmerische Vermögen und die umsichtigen Führungsqualitäten seiner Frau.

Dass Katharina von Bora damit nicht in das damalige Bild der Frau passte, störte weder ihn noch sie. Aus der gesellschaftlich äußerst pikanten Ehe zwischen dem ehemaligen Mönch und der entlaufenen Nonne, einst verachtet, verlacht oder abgelehnt, später romantisch verklärt und bewundert, erreicht uns heute das facettenreiche Bild einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.


Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, ich würde heute noch einen Baum pflanzen.
Martin Luther zugesprochen


Taucha erhält Lutherlinde | Zum Reformationsjubiläum hat der MDR Sachsen mit Fachfirmen die Aktion „Lutherbäume“ ins Leben gerufen. Am Freitag (28.04.2017) wurden gleich fünf Bäume gepflanzt - einer in Taucha.

weitere Informationen

Presseartikel
Im Rahmen der „Baumpatenschaft Lutherbäume 2017“, einer gemeinsamen Initiative von MDR SACHSEN und Fachfirmen des sächsischen Landschaftsbaus, hat auf der Sängerwiese im Stadtpark zu Taucha eine Sommerlinde ihren Platz bekommen. Baumpatin ist Karin Bell aus Taucha.

Anlass der Pflanzung ist der 60. Geburtstag von Karin Bell, den sie am 1. Mai begeht. Ihre Mitgliedschaft im Heimat- und im Schlossvereins in Taucha verbindet sie damit ebenso, wie die besondere Beziehung der Stadt Taucha zu Luther. Optisch unterstützt wurde sie dabei von Damen und Herren des Schlossvereins in historischen Kostümen.

Die Pflanzung wurde von der Firma Garten- und Landschaft Hoffmann & Co aus Taucha übernommen. Als Baumpate ist Karin Bell für die Pflege des Baumes nun für 3 Jahre verantwortlich.
Pfarrer Gottfried Edelmann begleitete die Pflanzaktion mit einer Baumsegnung und der Stadthistoriker und frisch gekürte Mühlenpreisträger, Detlef Porzig, erläuterte den Anwesenden die historischen Zusammenhänge und möglichen Bezüge von Luthers Ehefrau, Katharina von Bora, zu Taucha.

Die Initiatve zur Übernahme der Baumpatenschaft hatte Karins Ehemann Karl-Dieter. Die Idee gefiel mir zunehmend – einerseits den großen Reformator Luther zu würdigen und andererseits der Nachwelt ein Andenken zu schaffen, das zudem noch der Umwelt nützt”, so die frischgebackene Baumpatin.

Im Anschluss an den feierlichen Akt stieß die Karin Bell mit ihren Gästen natürlich mit einem extra aus Wittenberg herbeigeschafften Lutherbier an.

Quelle: taucha-direkt.de
Lutherlindenpflanzung / MDR SACHSENSPIEGEL
Ausstrahlung: 28.04.2017
Lutherlindenpflanzung in Taucha
Fotos: R. Rädler
Haugis Freunde
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