Veranstaltungen 2015 - Rittergutsschloss Taucha | Rittergutsmuseum | Förderverein Schloss Taucha e. V. | --------o00o---°(_)°---o00o--------

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Veranstaltungen im Jahr 2015 (Auszug)



Gleich zum Auftakt der diesjährigen Schlosssaison laden wir zum ersten kulturellen  Vorglühen ein. Anlässlich der Internationalen Buchmesse und der traditionellen Lesereihe „Leipzig liest  in Taucha“, präsentieren wir den Leipziger Schriftsteller  

Uwe Stöß
Literaturpreisträger der Stadt Taucha
Samstag, 14. März 2015, 18:00 Uhr
Weinkeller


Uwe Stöß 1963 in Plauen/Vogtland geboren, begann sein neues Leben im Juni 2005.
„Da habe ich den Schlussstrich unter mein bisheriges Leben gezogen und fing an zu Schreiben…“ Und er tut es seither unaufhörlich und mit wachsendem Erfolg.

Saisonauftakt des Schlossvereins

Die Lesung im historischen Ambiente des Weinkellers war zugleich der kulturelle Saisonauftakt des Schlossvereins Taucha. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Jürgen Ullrich begrüßte Tobias Meier vom Freundeskreis Kultur die Anwesenden, denen außer der Lesung noch eine Kostprobe des 2012er Jahrgangs vom Tauchaer Schlosswein und ein paar Snacks gereicht wurden. Durch die Lesebühne Taucha und Henner Kotte wurde Uwe Stöß auf Taucha aufmerksam. In seinen Geschichten verarbeitet er seine unsteten Nachwendejahre, die ihn sogar ins Gefängnis brachten. Doch am 8. Juni 2005 um 16:00 Uhr hat er nach eigenen Aussagen einen endgültigen Schlussstrich unter sein bisheriges Leben gezogen. Er begann mit dem Schreiben und tut es seither unaufhörlich mit wachsendem Erfolg, was nicht zuletzt der Literaturpreisträger der Stadt Taucha von 2009 unterstreicht. „Es ist schon faszinierend, wie er die Kurve nach seiner schweren Zeit bekommen hat“ brachte es Susanne Ullrich, Frau des Schlossvereinsvorsitzenden auf den Punkt. Zwar ist die derbe, teilweise auch vulgäre Sprache seiner Geschichten nicht unbedingt jedermanns Sache, aber die Besucher waren fasziniert von seinen plastischen Bildern vom Mondzauberstein und einem leuchtenden Fußabtreter. „Ich schreibe einfach immer weiter und die Figuren schreiben ihren Text selber“ charakterisierte Uwe Stöß seinen Schreibstil auf die Frage eines Zuhörers.


Presse
12.03.2015 | LVZ | Lesungen auch im Schloss
07.03.2015 | PM Saisonauftakt ...

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Auszug aus einem Bericht des IVT; Text: Matthias Kudra
1. Kunstausstellung | Sylvana Schöne & Petra Rehfeld | Malerei - Grafik - Mosaikmalerei

Meine Damen und Herren,
verehrte Kunstfreunde,
liebe Gäste,

so bunt, so vielfarbig unser Ausstellungsflyer diesmal ist, so bunt und vielfarbig präsentiert sich Ihnen auch unsere 1. Kunstausstellung der diesjährigen Saison.

Ihnen allen ein ganz herzliches „Willkommen" !

Wir freuen uns sehr, Ihnen heute zwei Künstlerinnen mit ihren Werken vorstellen zu können, die zu einer Gruppe von Künstlern gehören, zu denen wir seit einiger Zeit guten Kontakt haben: der Künstlergruppe „Perlekin".

„Perlekin" – wer oder was ist das eigentlich?

„Perlekin" gründete sich im Jahr 2012 als eine lose Vereinigung von inzwischen über 10 Künstlerinnen und Künstlern ganz unterschiedlichen Genres. Neben der Malerei und der Grafik, neben der Keramik und der künstlerischen Fotografie beschäftigen sich die Mitglieder der Künstlergruppe aber auch mit Lyrik, Musik, Gesang und Lichtinstallationen.

Dabei gibt es keine Zwänge; die künstlerische Eigenständigkeit jedes Künstlers bleibt unberührt.

Was eint sie aber?

Es sind gemeinsame Projekte wie die „Lange Nacht der Kunst" in Leipzig, Ausstellungsprojekte – vor allem aber der gedanklich-künstlerische Austausch, die gegenseitige Inspiration, das gute, befruchtende künstlerische Miteinander.

Die Künstlergruppe „Perlekin" hat es sehr verdient, stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und wir hoffen, auch mit unserer Ausstellung dafür einen Beitrag leisten zu können.

Meine Damen und Herren,
im letzten Jahr zeigten wir an gleicher Stelle Malerei von Anita Schulz, Markranstädt, und keramische Arbeiten von Grit Krieg, Leipzig.

Heute begrüßen wir

  • Frau Sylvana Schöne aus Leipzig                     

  • Frau Petra Rehfeld aus Bad Dürrenberg

      
           und

  • Frau Margit Krause, Leipzig, die auch diesmal wieder für einen wundervollen musikalisch-literarischen Rahmen unserer Vernissage Sorge trägt. Auch Ihnen, liebe Frau Krause, ein ganz herzliches Willkommen.


Herzlich willkommen bei uns auf dem Tauchaer Schloss.

*  *  *  *  *


Ich darf Ihnen, meine Damen und Herren nun die ausstellenden Künstlerinnen kurz vorstellen.

Frau Sylvana Schöne
studierte nach ihrem Schulabschluss an der Martin-Luther-Universität in Wittenberg Germanistik und Musik und legte das 1. Staatsexamen ab. Danach arbeitete sie an verschiedenen Schulen als Lehrerin und Dozentin. Nach einem Referendariat an der Realschule in Schkopau folgte das 2. Staatsexamen.
Seit dem Jahr 2007 wandte sich Frau Schöne stärker ihrem künstlerischen Schaffen zu, ist aber auch heute noch als Honorarlehrerin im Nachhilfe- und Förderbereich aktiv.
Bemerkenswert erscheint mir ihre künstlerische Ausrichtung: einerseits die sehr farb- und lichtintensive Malerei, andererseits die eher strengeren Regeln folgende, nahezu farbfreie und für den Betrachter mit außerordentlicher Sorgfalt gearbeitete Grafik. Neben naturalistischen Arbeiten hat Frau Schöne bewusst auch Arbeiten ausgewählt, die Abstraktheit mit Farbigkeit, zuweilen wahren Farbexplosionen kombiniert.
Der Interpretation, den Gedanken freien Raum, freies Spiel lassend inspirieren gerade diese Arbeiten dazu, einzutauchen in den Raum, in die Formen- und Linienvielfalt. Lassen Sie sich treiben und anziehen zugleich. Und wenn Sie dabei vielleicht auch ein wenig ins Träumen geraten, so kann auch dies durchaus Absicht der Künstlerin sein …

Frau Petra Rehfeld
Ist einigen von Ihnen vielleicht schon einmal ganz anders begegnet: als Salzfrau, die bekannte Saline von Bad Dürrenberg präsentierend. In dieser „Funktion" war Frau Rehfeld bereits mehrfach bei uns präsent.
Heute zeigen wir dem geneigten Besucher die künstlerische Seite von Petra Rehfeld und ein künstlerisches Metier, welches eher selten zu finden ist: die Mosaikmalerei.
Die Mosaikmalerei gehört zu den ältesten Kunstrichtungen überhaupt. Ihr Ursprung ist nicht ganz eindeutig bestimmbar, aber bereits die Ägypter und Babylonier erfreuten sich an großflächigen Meisterwerken ihrer Mosaikkünstler. Im alten Europa erlebte die Mosaikmalerei im frühen Mittelalter ihre Hochzeit, vor allem in Verbindung mit der frühchristlichen Kunst.
Im 19. und 20. Jahrhundert gewann diese Kunstrichtung dann wieder an Bedeutung, insbesondere als künstlerisches Gestaltungselement in Verbindung mit moderner Architektur.
Auf den ersten Blick scheint die Mosaikkunst grob und eckig, fließende Farbübergänge sind gestalterisch schwierig,  was natürlich mit der Arbeitstechnik und dem Material zusammenhängt. Der Betrachter ist deshalb gut beraten, die Werke in einigem Abstand zu betrachten.
Das Besondere an der Mosaikkunst besteht ohne Zweifel darin, kreativ sehr  anregend zu sein, da man über die Legetechnik auch den Laien – etwa Kinder – sehr gut inspirieren kann, sich künstlerisch zu probieren.
Ich bin deshalb Frau Rehfeld sehr dankbar, uns mit unserer Ausstellung diese uralte Kunstform wieder ein wenig ins Gedächtnis zurückzurufen.

*  *  *  *  *


Ich möchte abschließend allen Beteiligten, den ausstellenden Künstlerinnen, ihrer musikalisch-literarischen Begleitung und unseren fleißigen Mitarbeitern des Schlossvereins sehr herzlich dafür danken, dass es uns abermals gelungen ist, ein bemerkenswertes Kunsterlebnis mit unserer Ausstellung nach Taucha holen konnten.

Mein Dank gilt der Künstlergruppe „Perlekin", denen wir von Herzen alles Gute für die Zukunft wünschen. Wir haben uns ganz sicher nicht zum letzten Mal in Taucha gesehen.

Meine Damen und Herren,
bevor ich nun unsere Kunstausstellung offiziell eröffne, möchte ich mit der Vita der Künstlerin Petra Rehfeld abschließen, die sowohl Lebensauffassung als auch Rahmenmotto unserer Präsentation sein könnte:

Für mich ist jeder Tag ein Abenteuer.
Ich sehe die Welt mit den Augen eines Kindes – alles ist möglich.
Ich liebe die einfachen, naturbelassenen Dinge des Lebens.
Die Stimme meines Herzens ist mein Kompass und meine Träume sind mein Weg.


Vielen Dank!

Text: Jürgen Ullrich / Vortrag: Kerstin Twarog

Presseartikel
28.04.2015 | LVZ | 2 Perlekin-Künstlerinnen ...

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SOMMERTÖNE 2015 - Konzertabend der Sonderklasse

Am 31.05. erwarteten die Musikfreunde ein besonderer musikalischer Hochgenuss. Der Förderverein Schloss Taucha e. V., das Rosenthal-Musikmanagement Leipzig und die Sparkasse Leipzig präsentierten im Rahmen des Festivals „Sommertöne“ Herrn Prof. Hartmut Hudezeck - Pianist, Kapellmeister, Komponist und Kabarettinterpret - mit einem G e o r g - K r e i s l e r - A b e n d .

Tauben vergiften im Park, der Wanderniere folgen oder doch lieber den Musikkritiker beäugen, der so unmusikalisch ist? Kaum jemand kann sich dem feinsinnigen und zugleich tiefschwarzen Humor des satirischen Multitalents Georg Kreisler entziehen. Legendär sind sein fulminanter Wortwitz und seine kühnen Pointen, die er heimtückisch grinsend am Klavier sitzend in schwungvolle Walzer verpackte. Dem Pianisten und Kabarettliedinterpreten Hartmut Hudezeck sind die Kreisler-Chansons nahezu auf den Leib geschneidert. Für den Abend zu den Sommertönen stellte er die beliebtesten „Everblacks“ des Grandseigneurs zusammen und führt mit dem nötigen Grinsen im Gesicht durch das Programm.

Vor Konzertbeginn und in der Konzertpause besucht
en unsere Gäste zahlreich unser Weinbuffet.



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Presseartikel
03.06.2015 | LVZ | Hudezeck strapaziert Lachmuskeln

29.05.2015 | LVZ | Konzert-Reihe Sommertöne startet
22.05.2015 | LVZ | Festival-Reihe startet nach Pfingsten mit Konzerten

21.05.2015 | LVZ | Sommertöne in Taucha und Hayna

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Mambo No. 5 zur fünften Sommernachtsparty auf dem Rittergutsschloss

Nach 11 Jahren Frühlingsball konnte Lutz Ritter am Sonnabend Abend mit der 5. Auflage seiner Sommernachtsparty im historischen Ambiente der Kulturscheune auf dem Rittergutsschloss ein kleines Jubiläum feiern. Wie immer war das Haus schon seit Monaten ausverkauft und das ganz ohne Werbung, was nur für die Qualität spricht. Zu Beginn bedankte sich der Organisator ganz allgemein bei allen Partnern, die ihm jahrelang die Treue gehalten haben, und ganz persönlich bei seiner Frau Heike, die ihm immer den Rücken frei gehalten hat. Nachdem Drehorgel Armin die Gäste auf dem Schlosshof musikalisch eingestimmt hat, wurden sie von von Lutz Ritter und dem Team von Apels Garten persönlich begrüßt und an ihren Tisch geleitet.

Zur Eröffnung kurz nach 19 Uhr ging es gleich los mit einer absoluten Weltpremiere. Die LinedanceIgels diesmal im Outstyle Outfit der Zeit um 1870 gekleidet, zeigten Tänze der gehobenen Gesellschaft zu dieser Zeit in den USA, die die Einwanderer so mitgebracht haben mit unverkennbaren französischen aber auch deutschen und italienischen Einflüssen. Bei der Einstudierung der Tänze haben die IGels auch Unterstützung von befreundeten Vereinen erhalten, wie Vereinsvorsitzender Andreas Paatz das Online-Magazin informierte. Tauchas Schnellzeichner Jo Herz rückte dann in den Mittelpunkt des Geschehens. Zuerst präsentierten die IGels Bilder von ihm, die an Höhepunkte der vergangenen Jahre erinnerten, z.B. an die Pilzsuppe aus dem vergangenem Jahr. Plötzlich erklang Mambo No. 5, die erfolgreichste deutsche Musikproduktion aller Zeiten. Die IGels tanzten dazu und Joe Herz schwang seine Hände und im Handumdrehen malte er ein Bild von Lou Bega, der das Tanzstück von 1949 im Jahre 1999 zu einem absoluten Sommerhit machte. Eine gelungene Choreografie zur 5. Sommernachtsparty.

Zur Einstimmung auf die heiße Jahreszeit wurde dann eine geeiste Gurkensuppe im Sommernebel mit gebeiztem Lachs serviert. Und dann brach er los, der Sturm auf das Sommer-Büffet, das wieder einmal vom Leipziger Restaurant Apels Garten liebevoll hergerichtet wurde. Geschäftsführer Mike Quinque setzte dieses Mal u.a. auf gesottenen Tafelspitz in feiner Merrrettichsauce, gefüllte Schollenfiletröllchen, Gemüse- und Garnelenspieße und lag damit genau richtig. Für das Dessert war aber diesmal die Bäckerei und Konditorei Hoffmann aus Panitzsch zuständig. In Zusammenarbeit mit Apels Garten präsentierte sie als Überraschung Variationen von der Erdbeere. Die Zubereitung von Mangoquarkmousse oder Creme bruleé musste Björn Vetter von der Bäckerei dann auf der Bühne erklären, um im Handumdrehen von Jo Herz bildnerisch festgehalten zu werden. Diverse alkoholische Kostbarkeiten wurden dazu wieder von Siegbert Hennig von der Meissener Spezialitätenbrennerei Prinz zur Lippe und von Whisky-Mann Nico Kermes aus seinem Spirituosenfachgeschäft “feinbrand Taucha” serviert.

Dann eröffneten Thea und Fritz Geruschkat mit einem Wiener Walzer den Tanz. Mit ihren 84 (Thea) bzw. 91 Jahren (Fritz) waren die Beiden die Alterspräsidenten des Abends und wurden entsprechend begrüßt. Für die musikalische Unterhaltung war Party-DJ Steffen Schölz aus Leipzig zuständig. Dem Ur-Tauchaer gelang es wieder bis weit nach Mitternacht mit der richtigen Tanzmusik für Partystimmung zu sorgen. Nur noch zwei Mal wurden die Tanzrunden dann noch unterbrochen. Zuerst durch den Marienbrunner Gerd Voigt, den Meister der Kerzenbalancen, der erst vor Kurzem seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Kaum hatte er mit Kerzen samt Ständern erfolgreich auf Säbeln jongliert, musste der den Beweis antreten, dass das auch mit Flaschen und Gläsern von Apels Garten funktioniert. Als dann Gerd Voigt mit dem Publikum auf das Wohl von Lutz Ritter angestossen hatte, bedankte sich dieser ausdrücklich bei ihm und Joe Herz für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit und Freundschaft. Nach 22 Uhr wurden dann noch Gutscheine und Präsente, die von Partnern u.a. der Bäckerei Hoffmann, dem Meissener Weingut Prinz zur Lippe, Apels Garten,  dem Autohaus Graupner sowie dem Modehaus Fischer gesponsort worden, auf die Eintrittskarten ausgelost. Zur Verlosung kam auch ein Gutschein für einen Weihnachtsbaum inklusive Gansessen und Stolle. Eine originelle Idee am Vorabend der Sommersonnenwende.

“Die Gäste sollen einfach einen wundervollen, unvergesslichen Abend haben” erläuterte Lutz Ritter das Konzept seiner Sommernachtsparty. Wieder einmal ist dieses einfache, doch sehr erfolgversprechende Konzept aufgegangen, wie es u.a. Claudia und Michael Sehlert zum Ausdruck brachten. “Das Konzept passt”, fasste  Michael Sehlert seine Eindrücke zusammen und seine Claudia brachte es mit den Worten “Ein gelungener Abend” auf den Punkt.

Alle freuen sich schon eine Neuauflage der Sommernachtsparty im historischen Ambiente im nächsten Jahr.

Bericht IVT. Text: Matthias Kudra

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Tauchaer trafen sich zum Kaffee an der “Weißen Tafel” am Schöppenteich

„Ich bin total überrascht, mit soviel Zuspruch habe ich nicht gerechnet“, freute sich Organisator und Ideengeber für das „Picknick und Musik am Schöppenteich“, Hartmut Nevoigt. Mit 20 oder 30 Teilnehmern hatte er gerechnet, gekommen waren aber mehr als 80 Gäste, die nach dem Pariser Vorbild des “Dîner en blanc”, ausgerüstet mit Tisch, Stuhl, Essen und Trinken, sich mit Freunden und Bekannten zusammenfanden, um weiß gekleidet gemeinsam zu essen und zu plaudern. Der Förderverein Schloss Taucha übernahm die “Weiße Tafel” am Schöppenteich als Veranstaltungsträger, so wie schon das Wochenende zuvor die “Lesung mit Jazz” am Aussichtsturm.

Begonnen hatte der Nachmittag mit einer musikalischen Ouvertüre quer durch die Stadt. Vor dem Café Esprit spielte die Band “Seven square meters”, am Markt ließ sich Winfried Völlger am Saxophon von einem Didgeridoo begleiten und am Ende der Badergasse musizierte die Band „Schlagerderby“ im weiß ausgelegten Bereich der ehemaligen Baderei. Am Schöppenteich wurden die ersten Gäste mit Country-Klängen von der Band „Lucky Break“ empfangen.

Immer mehr Besucher kamen, mit Campingtischen und kleinen Hockern oder leichten Stühlen ausgestattet, auf die Wiese vor dem Teich. Schnell wurden Kaffee und Kuchen oder kleine Snacks aufgetischt, hier und da gab es auch ein Gläschen Wein oder Sekt.

Im Hintergrund musizierten zwölf Musiker der „SoulEggs“ aus Leipzig, deren Leiter (na wer?) natürlich Hartmut Nevoigt ist, der kräftig die Saiten der Bassgitarre zupfte. Die Squaredancer der „Black Hills“ aus Taucha trafen sich mit befreundeten Tänzern aus Leipzig zum gemütlichen Nachmittags-Kaffee. Viele der Gäste waren nach Ankündigungen in der Presse, im Internet und sogar bei MDR-Radio Sachsen nach Taucha gekommen, so auch Familie König, die sogar aus Bad Düben angereist war. Auch vom Freundeskreis Taucha Chadrac/Espaly hatten sich etliche Mitglieder um ihre weiße Tafel versammelt. „Warum sind wir als Französisch-Verein nicht selber auf die tolle Idee gekommen?“, fragte Antje Garn laut. „Aber wir zeigen Flagge und sind dabei“. Mindestens noch einmal soviele „Zaungäste“ beobachteten anerkennend die Szene und ärgerten sich dann doch, dass sie nicht den Mut hatten, selbst mitzutafeln. Aber, da waren sich fast alle einig: „Im nächsten Jahr sind wir auch dabei, mit Tisch, Stühlen und ganz in Weiß“.

„Wir starten das als Veranstalter mal als “Versuchsballon”, hatte Schlossvereinsvorsitzender Jürgen Ullrich noch vor Beginn der „Weißen Tafel“ gesagt. „Mal sehen, wie alles von den Tauchaern angenommen wird. Wenn´s gut läuft, gibt es 2016 eine Fortsetzung, auch mit ein paar neuen Ideen“. Nach dem erfolgreichen Start am Tag der Sommersonnenwende kann man nun schon mal anfangen, über die Umsetzung der neuen Ideen nachzudenken, denn beim nächsten Mal wird es mit Sicherheit einige weiße Farbtupfer mehr auf der Wiese vor dem Schöppenteich geben…

Bericht IVT. Text: Reinhard Rädler

Presseartikel

23.06.2015 | LVZ | Tauchaer feiern beim Dinner in Weiß die Sommersonnenwende
18.06.2015 | LVZ | Am Sonntag wird in weiß getafelt


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14. Tauchaer Rocknacht

Die 3 großen T zur 14. Rocknacht waren Texas, Tennessee und Taucha

Die 14. Tauchaer Rocknacht schlug musikalisch eine Brücke von den US-Bundesstaaten Texas und Tennessee in die Parthestadt. Ingo Paul, Organisator der Rocknacht, war es gelungen mit “Modern Earl” eine Southern Country Rock Band mit waschechten Musikern aus Nashville Tennessee, dort wo einst die Blues- und Country-Musik entstand, zu verpflichten. Damit brachte er eine neue, interessante Facette in die Rocknacht ein, denn wann hört man schon Banjo-Klänge in der Rockmusik.

Dabei hatten es die Musiker um Christopher “Earl” Hudson durchaus schwer, sich in die Herzen der Rockfans auf dem wiederum gut gefüllten Schlosshof zu spielen. Erst im Laufe der Zeit sprang der berühmte Funke der Leidenschaft auch auf das Publikum über und die Rockfans forderten nach 90 Minuten Spielzeit frenetisch eine Zugabe ein.

Die Reaktion des Publikums hatte seinen guten Grund. Zum Auftakt spielte die “Franky Dickens Band” und überzeugte mit akus
tisch sehr sauber gespielten Rockklassikern, u. a. von den Rolling Stones aber auch von dem kürzlich verstorbenen Joe Cocker. Der Schlagzeuger Joerg “Yogi” Franke der Blues-Band ist übrigens ein Tauchaer. Auf seinem ersten Auftritt mit der Band in seiner Heimatstadt angesprochen sagte er dem Online-Magazin: “Die Blues-Musik ist Berufung und Leidenschaft, da ist man immer im Auftrag des Herrn unterwegs”. Unterwegs ist der Tauchaer Extremsportler auch in einer anderen Hinsicht: Er hat schon zweimal am Iron-Man teilgenommen.

Zum Finale der 14. Rocknacht trat der Moderator des Abends Tonelli, Inhaber der gleichnamigen Leipziger Musikerkneipe, im Schottenrock und mit der Fahne des Fördervereins Schloss Taucha erneut vor das Mikrofon und verkündete den Höhepunkt des Abends: den Auftritt der Lokalmatadoren “Four Roses”, auf den schon viele gewartet hatten. Doch “Four Roses” mussten durch den kurzfristigen Ausfall ihres Gitarristen “Flecke” binnen eines Tages mit Stefan Glück einen neuen Musiker einarbeiten und auch dadurch bedingt ihr Programm umstellen. Aber Glück hat seine Sache sehr gut gemacht und “Flecke” wünschte man gute Besserung.

Aber “Four Roses” warteten noch mit einer weiteren Überraschung auf: Stéphanie Guimard übernahm zum Ende des Konzertes den Gesangspart und überzeugte mit ihrer gewaltigen “Rockröhre”. Mit  der Französin hatte Ingo Paul während ihres Germanistik-Studiums Ende der 90er Jahre mal drei Jahre zusammen gespielt. So schließt sich der Kreis.

Zur traditionellen After-Show-Party gab es erstmals auch Musik. Die Leipzig/Tauchaer Nachwuchsband “Seven Square Meters” überzeugte mit einem musikalisch wirklich gut gespielten Mix aus den 60er Jahren bis hin zu aktuellen Titeln und ihrem ersten eigenen Titel.

Zum Ende der Rocknacht dankte der Organisa
tor Ingo Paul, seinem Mitveranstalter, dem Schlossverein Taucha sowie den vielen Sponsoren und vor allem dem treuen Publikum für ihr Kommen. Am Ausgang konnten die Besucher wieder spenden, nicht nur für die weitere Werterhaltung des Rittergutsschlosses, sondern erstmals auch für das Kinderhospiz “Bärenherz”.

Freuen wir uns auf die 15. Tauchaer Rocknacht im nächsten Jahr.

Bericht IVT: Text: Matthias Kudra

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Schunkeln und Wippen zum Doppeljubiläum auf dem Rittergutsschloss

Am Samstag, den 29.08.2015 verzauberte „Consortium felicianum“ in der ausverkauften Kulturscheune die Bewohner der AZURIT-Seniorenresidenz Leipzig und unzählige Tauchaer Stadtfestbesucher. Heitere und beschwingte Weisen vom „Kleinen Gardeoffizier“ bis „Zum Weißen Rößl“ verleiteten die Gäste zum Schunkeln und Wippen. Das gut zweistündige Konzert wurde von einem Sektempfang mit kleinem Imbiss begleitet. Das Azurit-Catering hatte wieder opulent aufgetafelt.

In seiner Ansprache begrüßte der Vertreter der AZURIT-Gruppe Dirk Salbert u. a. Tauchas neuen Bürgermeister Tobias Meier, nahm Bezug auf die sich kreuzenden Jubiläen 1000 Jahre Leipzig, 10 Jahre AZURIT-Sommerkonzert und 5 Jahre Konzertort Rittergutsschloss Taucha und bedankte sich für die herzliche Zusammenarbeit mit dem Schlossverein.

Das traditionelle Konzert mit dem Kammermusikensemble „Consortium felicianum“ unter der Leitung von Felix M. Schönfeld wird auch 2016 wieder in Taucha gastieren.

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Bericht: Hans-Jörg Moldenhauer
 
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