Veranstaltungen 2013 - 1. Halbjahr - Rittergutsschloss Taucha | Rittergutsmuseum | Förderverein Schloss Taucha e. V. | --------o00o---°(_)°---o00o--------

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Veranstaltungen im Jahr 2013 (Auszug)


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R e i s e b i l d e r   -   G e m ä l d e a u s s t e l l u n g   J o a c h i m   Z e t z s c h e

21.04.2013 - 01.06.2013

Die Ausstellung ist an den Wochenenden jeweils von 14:00 - 16:00 Uhr geöffnet.
Eintritt: 2,00 EUR

Bericht von der Vernissage am 21.04.2013



Die musikalische Begleitung sind heute Julia Lehne, Harfe und Angelika Wolf, Querflöte



Guten Tag und einen schönen Sonntagnachmittag,
meine Damen und Herren, liebe Kunstfreunde, verehrte Gäste!

Ich freue mich sehr, dass Sie sich heute Nachmittag ein wenig Zeit für die 1. Kunstausstellung der Saison 2013 nehmen, und ich verspreche Ihnen:  Sie werden dies keinesfalls bereuen.

Vielleicht haben Sie sich bereits ein wenig umgeschaut, ein paar erste Eindrücke gesammelt. Geht es Ihnen auch so wie mir? Man möchte meinen, in einige der hier ausgestellten Werke könne man nahezu hineinsteigen, sich inmitten der Landschaften begeben, ein Boot besteigen, um hinauszufahren auf den See. Man möchte mit den Händen nachhelfen, um die Nebelschwaden im Gebirge zu durchdringen. Man möchte im Blumenfeld zugreifen, um einen Strauß Feldblumen mit nach Hause zu nehmen …

All dies hat ein Maler auf Leinwand und Papier gebannt, der in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmekünstler ist.

Herzlich willkommen in Taucha, herzlich willkommen auf dem Rittergutsschloss

Joachim Zetzsche


Joachim Zetzsche, Jahrgang 59, war Straßenbauer. Joachim Zetzsche ist Autodidakt. Seit 1976 malt er, seit 1993 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Leipzig. Zetzsche hat lange gesucht, hat es sich bewusst schwer gemacht, ehe er seinen eigenen Stil fand. Angepasst an seine Motive sind die Mal- und Arbeitstechniken – Ölpastellkreide und Kreide, die Radiernadel – und natürlich die Ölfarben, Firniss, die kurzborstigen Pinsel – die Ölmalerei, seine Haupttechnik, die er mit großer Hingabe und Leidenschaft ausübt, die ihn stets von Neuem fordert, aber auch inspiriert. Als Künstler der „klassischen Schule“ haben es ihm vor allem Landschaften angetan. Die Landschaftsmalerei ist sein Metier. Diese Liebe zur Landschaft macht ihn umtriebig, wenngleich er eigentlich eher bodenständig ist. Und so wechseln sich Studienreisen quer durch Europa ab mit Schaffensphasen der Ruhe. Und diese Ruhe, diese Besinnung braucht Joachim Zetzsche, um zu arbeiten, um Eindrücke zu verarbeiten, um kreativ zu sein. Joachim Zetzsche arbeitet mit großer Besessenheit. Es dauert, ehe er mit einer Arbeit zufrieden ist. Und wirklich zufrieden ist er eher selten. Dieser Schaffensprozess ist es, der in häufig nicht zur Ruhe kommen lässt. Stimmungen, Empfindungen ausdrücken zu wollen, ohne es bereits auf den Punkt gebracht zu haben, ist ein kräftezehrender Prozess. Und so drücken seine Werke zugleich oft Stimmungen aus, die er als Künstler, aber auch als Mensch durchlebt. Der aufmerksame Betrachter ist durchaus in der Lage, aus den Werken Zetzsches Rückschlüsse auf Stimmungslagen des Künstlers ziehen, den Auseinandersetzungsprozess mit dem Motiv, mit dem Thema des Gemäldes nacherleben. Oft dominieren Erdfarben, das Wechselspiel von Licht und Schatten. Aber wir finden auch Werke, die durch ihr kraftvolles Spiel der Farben bestechen.

Joachim Zetzsche entwickelte mit den Jahren seines künstlerischen Schaffens ein sicheres Gespür für Farben und erkennt die soliden handwerklichen Grundlagen, die er sich u. a. bei Eberhard Löbel und Günter Glombitza aneignete. Der Künstler folgt dem klassischen Bildaufbau, betont die Formen, trägt die Farben ruhig und breitflächig auf. Farbe ist für ihn wichtigstes Gestaltungsmittel und gründet nicht in der Imitation der Natur.  Farbe ist Natur. Noch heute findet man Zetzsche gelegentlich bei der Pleinairmalerei – der Freiluftmalerei. Bei Wanderungen in die nähere und fernere Umgebung und selbstverständlich bei seinen zahlreichen Studien-reisen hat er oft sein Skizzenbuch zur Hand, manchmal zieht er auch mit Staffelei und Malkasten los, aber nur dann, wenn er sich einer relativen Ruhe sicher ist. Der Halbkreis Neugieriger um ihn herum stört ihn. Dann kann er sein feines Gespür für Kontraste und Harmonien nicht entfalten. Heroisches, Sentimental-Süßliches oder Abstraktes sucht man vergeblich. Seine realistische Darstellungsweise ist Achtung und Mitgefühl vor und mit der Natur. Und so ist es schon erlaubt, wenn der geneigte Betrachter bei Joachim Zetzsche an die großen französischen Impressionisten denkt und – darstellerische Ansätze beispielsweise bei Claude Monet sieht. Die Darstellung des Lichts und  der atmosphärischen Bedingungen – Farbe als Folge von Licht und Atmosphäre, die Unmittelbarkeit der Momentaufnahme, die Zufälligkeit des Bildausschnittes – dies ist wohl das Charakteristischste für Joachim Zetzsches Bildwerke.

Wir freuen uns, lieber Joachim Zetzsche, dass Sie hier sind.
Wir freuen uns, dass Sie bei uns in Taucha ausstellen.

Mein Dank geht
an die bezaubernden Musikerinnen Julia Lehne, Harfe und Angelika Wolf, Querflöte sowie an meine lieben Mitstreiterinnen vom Schlossverein.

Text: J. Ullrich | Fotos: H.-J. Moldenhauer

Gemäldeausstellung

Folder 6-seitig anlässlich der Gemäldeausstellung
des
Malers Joachim Zetzsche, Leipzig
Layout & Produktion: Verein/Moldenhauer
Fotos: Moldenhauer

 
 

2 .   T a u c h a e r   L a n g e   M u s e u m s n a c h t
11.05.2013

 
Präsentation des neuen Besucherleitsystems anlässlich der 2. Tauchaer Langen Museumsnacht
Übersichtsplan Rittegutsschloss Taucha
 
 
 
 

Übersichtsplan Rittergutsschloss
zum Download und Druck

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
sehr geehrte Gäste,

herzlich willkommen zu dieser Nachmittagsstunde und „Danke“ für Ihr Kommen. Zum 2. Mal findet heute die Lange Tauchaer Museumsnacht statt. Ab 17:00 Uhr bis Mitternacht gibt es wieder Ein-„Blicke“ in alle Räume und sehenswerten Objekte.

Heute möchte ich ein kleines touristisches Highlight seiner offiziellen Bestimmung übergeben: unser neues Besucherleitsystem bestehend aus Tafeln und einem Faltplan.

Künftig können sich Besucher und Gäste selbst aktiv informieren, ohne auf eine Führung warten zu müssen - also auch ohne vorherige Anmeldung. Natürlich werden auch weiterhin - bei bestehendem Wunsch - Schlossführungen stattfinden.

Das neue Leitsystem erleichtert aber vor allem dem Einzelinteressierten, der Kleingruppe, dem Fahrradtouristen, der eben mal vorbeischaut, die Orientierung auf dem Areal. Das Vorhaben hat uns etwa 1 Jahr beschäftigt. Entstanden sind bisher 12 Gebäudetafeln und 3 Objekttafeln, die jeweils Auskunft geben über die Bau- und Nutzungshistorie des Gebäudes, ergänzt durch eine grafische Darstellung über den Gebäudezustand um etwa 1990.

Die ca. 70 x 100 cm großen Tafeln dokumentieren unseren aktuellen Wissensstand, d. h. es liegt durchaus im Rahmen des Möglichen, bei neuen Erkenntnissen einzelne Tafeln zu ergänzen oder zu erweitern. Dies geschieht natürlich auch dann, wenn einzelne Objekte einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

Die Gestaltung der Tafeln erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Stadtverwaltung.  Wichtig waren u. a. ein hoher Wiedererkennungswert, eine gute Lesbarkeit, eine knappe Wiedergabe historischer Fakten und eine zum Gesamtareal passende grafische und materialtechnische Umsetzung. So werden Sie beim näheren Betrachten der Tafeln beispielweise feststellen können, dass das verwendete Material leicht lichtdurchlässig ist. Wir wollten, dass das darunter befindliche Mauerwerk nicht völlig verdeckt wird.

Ergänzt wird die Beschilderung durch einen A6/A2-Faltplan des Schlossareals, der künftig interessierten Besuchern zur Selbstentnahme aus einer Box am Haus 1 zur Verfügung stehen wird um die Orientierung noch leichter zu machen und um es zugleich als ein nettes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen zu können. [Zur Wiederverwendung beim nächsten Besuch oder auch zur Weitergabe an Freunde und Bekannte - natürlich mit der Empfehlung, Taucha und seinem Rittergutsschloss unbedingt (wieder) einen Besuch abzustatten.]

Bleibt mir an dieser Stelle nur noch zu danken:

  • dem Bauamt der Stadtverwaltung Taucha, insbesondere der Fachbereichsleiterin Frau Stein, für die tatkräftige Hilfe und Unterstützung.

  • Herrn Detlef Porzig, der die Textentwürfe durchsah, wichtige Hinweise und Präzisierungen erarbeitete, und letztlich auch aus seiner Sicht bestätigte: Ja, dies ist der Erkenntnisstand, über den wir im Jahre 2013 verfügen.

  • unserem Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit, Herrn Hans-Jörg Moldenhauer, der wie stets zuverlässig für die gestalterische Endfassung und die drucktechnische Vorbereitung der Tafeln und des Faltplanes sorgte.

  • der Firma Werbung & Gestaltung Uwe Hertel aus Taucha, die zuverlässig und pünktlich die Produktion aller Tafeln und der dazugehörigen Befestigungs- und Aufbauelemente übernahm. Herzlichen Dank an den Firmenchef Herrn Uwe Hertel, der auch stets um eine für uns preislich machbare Variante bemüht ist.

  • Nicht zuletzt danke ich Herrn Sebastian Wartenberg, der ganz kurzfristige die Erd- und Betonierarbeiten an den freistehenden Elementen ausführte.

Hier folgen in Kürze noch die Schilder für den Bergkeller und den Schlossbrunnen. Allerdings muss bezüglich des Bergkellers noch eine Abstimmung mit dem Ordnungsamt erfolgen, da die Erläuterungstafel im öffentlichen Raum stehen wird.

Ausblicke:
Im Spätherbst ist eine weitere Ergänzung geplant: Wir wollen im Sommer die historischen Mühlsteine (es handelt sich um die letzten Mühlsteine der Steinwegsmühle, eine der ältesten Wassermühlen Sachsens, die 1928 ihren Betrieb einstellte) umsetzen und neu präsentieren, wozu dann ebenfalls eine Beschilderung gehört.

… und vielleicht können wir ja auch einen schönen Tages ein archäologisches Schaufenster einweihen, genau an der Stelle, wo bis 1820 der Schlossturm stand …

Text: Jürgen Ullrich | Fotos: Moldenhauer

Presseartikel:
13.05.2013 | LVZ | Premiere für Besucherleitsystem
10.05.2013 | LVZ | Morgen Frühjahrsputz und Museumsnacht

Externe Berichte:
Tauchaer Online-Stadtmagazin

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V e r n i s s a g e   z u r   K u n s t a u s s t e l l u n g   " F o r m   +   F a r b e "

29.06.2013

Meine Damen und Herren,
verehrte Kunst- und Kulturfreunde,

seinen Sie ganz herzlich willkommen zur feierlichen Vernissage anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Form + Farbe“.

Diese Ausstellung - und ganz besonders die heutige Vernissage - ist etwas ganz Besonderes, darf ich Ihnen doch nicht einen, nicht zwei, sondern gleich drei Künstler präsentieren, die Ihnen bildnerisch, aber auch musikalisch Außergewöhnliches und Außerordentliches bieten.

4 Jahre ist es her, als beide bildenden Künstler schon einmal bei uns ausgestellt haben - damals in getrennten Räumen.

Der eine


- Dieter Billhardt -


präsentierte in den heutigen Räumen des Rittergutsmuseums Ausschnitte aus seinem grafischen Schaffen in einer Kabinettausstellung - hauptsächlich Kleinkunstwerke wie Grußkarten, Logos, aber auch damals bereits einige beeindruckende grafische Studien und Experimentalwerke.

Der andere

- Felix Hafner -


zeigte Skulpturen hier oben in der Galerie, von mir ansich als Kontrapunkt zum damaligen Hauptaussteller, dem bekannten Leipziger Maler und Grafiker Ulrich Strube gedacht.

Aber Hafners beeindruckende Arbeiten erregten bei den Besuchern so viel Aufmerksamkeit, dass der Vizepräsident des Verbandes Bildender Künstler Uli Strube schon fast ein wenig neidisch auf den jungen Autodidakten Hafner wurde.

4 Jahre ist es ebenfalls her, dass eine fortwährende, enge, freundschaftliche Verbindung beider Künstler mit dem Rittergutsschloss Taucha und mit seinem Förderverein entstand.

Und seit 4 Jahren hinterlassen beide Künstler regelmäßig ihre Spuren auf dem Schlossareal, tragen nachhaltig zur zunehmenden Außenwirkung der Anlage des Schlosses Taucha bei. Deshalb ist es beinahe überflüssig zu sagen

Herzlich willkommen,
lieber Dieter Billhardt

lieber Felix Hafner
und
ein ganz besonders herzliches willkommen
„Mister Swing“ Harry Künzel.



Meine Damen und Herren,

manchmal muss ein Künstler erst entdeckt werden, um seine Arbeit für die Allgemeinheit zu erschließen. Beiden Künstlern, die ab heute hier ausstellen, war, als ich sie kennenlernte, eines eigen: Unbekanntheit. Und genau diese Unbekanntheit bestand völlig zu Unrecht!

Bescheiden, fast ein wenig schüchtern begegnete mir Dieter Billhardt, Jahrgang 1934.
„Ja meinen Sie denn, meine Arbeiten interessieren jemanden?“ - so eine seiner ersten Fragen an mich. Damals vor 5 Jahren. Urteilen Sie selbst!

Betrachten Sie die Vielfalt und Ungewöhnlichkeit der hier präsentierten Werke. Figürlich-natürliches vermischt, verbindet sich mit Abstraktem, manchmal Skurrilem. Billhardt ist ein Meister der Improvisation, ein Meister der Kombination verschiedenster Techniken. Es gibt keinen „Billhardt-Stil“ und der erlernte Beruf - Städteplaner, also „Entwerfer“, und seine langjährigen Erfahrungen als Ausstellungsgestalter nationaler und internationaler Ausstellungen lässt sich wohl auch nicht verleugnen. Beeindruckend-betörend sind die Unterschiedlichkeiten, die immense Vielfalt bei der Umsetzung von Linien, geometrischen Formen, Rastern, Punkten auf der einen Seite; die Natürlichkeit der Natur, des wechselhaft Entdecktem am Wegesrand und dessen filigraner Verarbeitung mit Farben und Tuschen auf der anderen Seite. Und vielleicht geht es Ihnen beim Rundgang durch die Ausstellung wie mir: Ich kann mich nicht stattsehen, entdecke immer wieder Neues, auf den 1. Blick nicht sofort Sichtbares, Ironisches, Satirisches, Hintersinniges. Kurz: Ein Feuerwerk für Auge und Geist.

Meine Damen und Herren,

Dieter Billhardt ist dem Förderverein Schloss Taucha sehr freundschaftlich verbunden. Seit mehreren Jahren kreiert er die Jahresetiketten für unseren Schlosswein, entwirft unser Jahreslogo und … er fertige ein Ölgemälde des früheren Schlossherren Wilhelm von Haugwitz, basierend lediglich auf mageren Aussagen zu Haugwitz´ Charakter. Das Gemälde ist offenbar so gut, das uns selbst Fachbesucher nach dem tatsächlichen Alter des Bildes und dessen Herkunft befragt haben.   

Lieber Dieter Billhardt,
für all diese guten Gaben und für diese wundervolle Ausstellung gebührt Ihnen aufrichtiger Dank und höchster Respekt. Und auch dies darf ich in aller Bescheidenheit sagen: Sie sind für mich ein ganz großer Künstler und ein wunderbarer Mensch!


Meine Damen und Herren,

Ebenso bescheiden wie bei unserem ersten Künstler verlief mein erstes Zusammentreffen mit Felix Hafner, Jahrgang 1984. Ein Bauernhof in Hohenheida mit Zimmervermietung an Touristen und ganz hinten in der Hofecke das Atelier Hafners. Im Ausstellungsraum Arbeiten, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte. Ich war fasziniert. Felix Hafner, gelernter Steinmetz und Steinbildhauer, jedoch ebenfalls künstlerischer Autodidakt, vermag es, natürlich gewachsenes Material in seiner Gesamtheit zu erfassen und künstlerisch zu verarbeiten. Hölzer mit interessanter Maserung und schwieriger Stein mit ungewöhnlichen Strukturen gehören zu seinen bevorzugten Materialien. Hafner ringt mit solch schwer zu bearbeitenden Medien, gewinnt ihnen das ab, was möglich ist, lässt aber dabei auch Ursprüngliches weiterwirken. Skulpturen können Räume verändern - so sein Credo. Sie können, je nach Material Erwärmen, Versachlichen, Inspirieren, Beleben. Und: Skulpturen brauchen Raum, um zu wirken, um sich entfalten zu können. Die Ausarbeitung des Details und höchste Ansprüche an die handwerkliche Ausführung sind bezeichnend für Felix Hafners Kunst. Arbeiten wie der „Mephisto“ oder „Das Cello“ blieben mir nach der 1. Ausstellung lange im Gedächtnis. Hafner ist ein penibler, sehr sorgfältiger Arbeiter, der manchmal wochenlang um die Umsetzung einer Idee ringt. Nicht leicht zufrieden zu stellen und selbst sein schärfster Kritiker zu sein, sind charakteristisch für ihn.

Und Hafners Spuren auf dem Schloss? Oh ja, sie sind sichtbar.

Das Haug´sche Familienwappen über dem Schlosstor stammt aus seiner Werkstatt, ebenso das sorgsam restaurierte Leipziger Wappen über der Eingangstür des alten Herrenhauses als Zeichen für die Jahrhunderte herrschende Vorherrschaft Leipzigs über Taucha und dessen Rittergut.

Ein Vorhaben aber gelang leider nicht. Felix Hafner hätte gern sein Atelier hierher verlegt. Werkstatt, Ausstellungs- und Schauraum und Atelier. Dies wäre eine wundervolle Aufwertung unseres Schlossareals gewesen, die letztlich leider am Zögern des Eigentümers scheiterte.

Umso mehr freue ich mich, Felix Hafner als Mitaussteller gewonnen zu haben.

Lieber Herr Hafner, auch Ihnen an dieser Stelle Dank für alles und auf ein weiteres gutes Zusammentun.

Text: J. Ullrich
Fotos: H.-J. Moldenhauer

Die Ausstellung „Form + Farbe“ läuft vom 29.06.2013 - 28.07.2013
und ist an den Wochenenden von 14:00 - 16:00 Uhr geöffnet.
Eintritt: 2,00 EUR


Folder

Kunstausstellung Form & Farbe

Folder 6-seitig anlässlich der Kunstausstellung „Form + Farbe
des
Grafikers Dieter Billhardt, Taucha und
des Bildhauers Felix Hafner, Leipzig

Layout & Produktion: Verein/Moldenhauer

Presseartikel
25.06.2013 | LVZ | Bildhauerei trifft Grafik

externe Beiträge
Taucha online

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Sommertöne 2013

„Tour de France“ hieß das Motto des Abschlusskonzerts des Konzertfestivals „Sommertöne“ der Sparkasse Leipzig, welches am Samstagabend in der Kulturscheune des Rittergutsschlosses Taucha begeisterte. Das „Alliage Quintett“ - ECHO-Klassik-Preisträger 2005 - musizierte mit vier Saxophonen und einem Flügel und verzauberte die mehr als 130 Gäste. Werke von Rossini und Gershwin wechselten sich ab mit Stücken von Tailleferre, Nagao und Nyman. Daniel Gauthier - Sopran-Saxophon, Eva Barthas - Alt-Saxophon, Koryun Asatryan - Tenor-Saxophon, Sebastian Pottmeier - Barriton-Saxophon und Jang Eun Bae - Flügel ergänzten sich zur sprichwörtlichen Legierung - wie Alliage auf Französisch heißt. Das Konzert endete nach 90 Minuten mit stehendem Applaus und Bravo-Rufen.

Liebevolle Zugabe und eine Hommage an den Osten Deutschlands war die Intonierung von Wolfgang Richters Sandmännchen-Melodie.

Bereits zum 2. Mal gastierte das Sommertöne-Festival auf dem Rittergutsschloss und machte das Schlossareal einmal mehr zum Ort genuss- und anspruchsvoller Kultur.

Die gespielten Werke im Einzelnen:

Gioachino Rossini (1792 - 1868)
• Ouvertüre von „Il barbiere di Siviglia“ für Saxophon-Quartett (arr. S. Pottmeier)

Germaine Tailleferre (1892 - 1983)
• „Sérénade en La Mineur“ für Saxophon-Quartett

Jun Nagano (*1964)
• Rhapsody über „Carmen“ von Georges Bizet für Saxophon-Quartett und Klavier

Michael Nyman (*1944)
• Filmmusik aus „Das Piano“ (arr. Itai Sobol)

George Gershwin (1808 - 1937)
• „Ein Amerikaner in Paris“ arrangiert für 4 Saxophone und Klavier (arr. Sylvain Dedenon)

Zugabe
Wolfgang Richter (1928 - 2004)
• Sandmann-Lied  Text und Melodie zum Download

Alliage Quintett

Die 12. Tauchaer Rocknacht ist Geschichte. Bei tollem Wetter und super Stimmung fand am gestrigen Samstagabend der traditionelle Rock-Event auf dem Schlosshof des Rittergutsschlosses statt. Diesmal sorgten 4 Bands für musikalische Höhepunkte.

Den Anfang machten „Departed“, ehemals „Young Keule“ und die Gewinnerband des letztjährigen Band-Contest „Dead Man Trigger“ aus Leipzig. Beide Rockbands konnten die Zuschauer begeistern. Die Fans dankten es mit Mitsingen und Applaus. Bernd und Carmen aus Taucha waren jedenfalls sehr angetan vom jugendlich-frischen Rock und so wurden die Rocknacht-Gäste langsam in Stimmung gebracht und der Schlosshof füllte sich mehr und mehr.

Zum 3. abendlichen Höhepunkt betraten die Rocker von „Starfucker“ die Bühne. Die Rolling-Stones-Coverband aus Berlin überzeugte mit ihrer Bühnenshow auch die letzten zaghaften Rockpilger und so folgte ein Hit dem anderen. Einen Überraschungsbesuch auf der Bühne stattete Prinz Tobias Künzel ab. Und so wurde 'Ruby Tuesday' zusammen gesungen.

Gegen halb Zwölf kamen dann die lang- und sehnlichst erwarteten Mannen von  „Four Roses“ auf die Bühne und versetzten den Schlosshof in sprichwörtliche Rocktrance. Rock-, Pop- und Countrymelodien vermischten sich in gekonnt genialer Weise und die ca. 600 – 700 Besucher aus Nah und Fern tanzten, rockten und schmusten in die laue Sommernacht hinein.

Text und Fotos: H.-J. Moldenhauer

 

 
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